Aus dem Alltag eurer Hochzeitsplaner

Habt ihr euch schonmal gefragt, wie es eigentlich ist, wenn Hochzeitsplaner einen Wochenend-Kurztrip machen? Wer beantwortet die E-Mails? Wer geht ans Telefon? Und wer ist in der Zeit dann eigentlich für die Brautpaare da?

Die Antwort ist genauso kurz wie einfach: ICH! Und das sogar sehr gern. Nein, es stört mich nicht wirklich, in einem schönen Hotel auf Sylt am Abend die E-Mails zu checken und meine Mailbox abzuhören.

Aber nun erstmal von vorn.

Vor einiger Zeit hatte mein Freund Geburtstag. Und nun ja – ich als Hochzeitsplanerin kann nicht nur romantisch und schön, sonder auch mal richtig praktisch. Ich habe in diesem Jahr eine Hochzeit auf Sylt, bei der ich mir unbedingt nochmal die genauen Gegebenheiten der Location angucken musste. Ich kenne zwar das Restaurant, die Strandoase, es ist aber immer besser, vorher nochmal vor Ort gewesen zu sein, um sich alles anzuschauen. Wie genau zieht das Brautpaar bei der Trauung am Strand von Westerland ein? Wo ist der schönste Platz auf der Terrasse der Location? Wo ist die Trauung bei schlechtem Wetter? Wo kommen die Strandkörbe her? All das und noch viele andere offene Punkte schaue ich mir am Liebsten direkt vor Ort nochmal ganz genau an. Man sieht so eine Hochzeitslocation einfach aus ganz anderen Augen, wenn man schon einen Ablauf der Hochzeit kennt, weiß wie viele Hochzeitsgäste kommen usw. Aber meine Hochzeit auf Sylt war nicht der einzige Grund für mein pragmatisches Geburtstagsgeschenk für Christoph. Nein. Es kommt noch viel besser. Wir hatten inzwischen schon zwei Reisegutscheine von unserem Lieblingsreisebüro in Neustadt in Holstein. Na, die wollen ja nun auch endlich mal eingelöst werden dachte ich mir und buchte zwei Nächte in einem schönen Hotel auf Sylt. Selbstverständlich haben die zwei Gutscheine nicht ausgereicht. Ich musste noch ordentlich was drauflegen. Zwei Tage Sylt sind schließlich nicht mit 2 Tagen in Hintertutzingenfeld zu vergleichen. Aber das habe ich gern gemacht.

Aber gut. Nun ging es also los. Christoph hat am Freitag noch bis Mittags gearbeitet. Ich hatte auch noch einiges im Büro zu tun. Um Punkt 13 Uhr sollte ich in am Büro abholen.

Um 13 Uhr also … nun gut. Um 11.30 Uhr ist Telefonkonferenz mit einigen anderen Hochzeitsplanern der Agentur Traumhochzeit. Es geht um unser Hochzeitsmagazin Dream-z. Von unserer Wohnung, in der auch mein Hochzeitsplaner-Büro ist bis zu Christophs Büro in Kiel fahre ich eine knappe Stunde. Also düse ich mit meinem Traumhochzeit-Mobil um 11.15 Uhr los – dieses Mal ohne Navi. Den Weg aus Ostholstein nach Kiel kenne ich. Um 11.30 Uhr fahre ich rechts ran. Telefonkonferenz. In der Viertelstunde bin ich noch nicht wirklich weit gekommen. Zwischenzeitlich denke ich, dass ich doch auch mit Freisprecheinrichtung während der Fahrt teilnehmen können müsste. MÜSSTE. Ging nicht. Der Empfang in Ostholstein ist schlechter als in der tiefsten Einsamkeit Afrikas glaube ich manchmal. Ich flog zwei mal aus der Telefonkonferenz und lies das Fahren und Telefonieren gleichzeitig also nach. Rechts also wieder eine Bushaltestelle. Wieder rangefahren. Wieder eingewählt. Hat keiner gemerkt, dass ich rausgeflogen bin 🙂

Nebenbei notiere ich mir meine To-Do´s für das Hochzeitsmagazin Dream-z und verabschiede mich von meinen Hochzeitsplaner-Kolleginnen.

Weiter geht´s. Das Telefon klingelt. Eine Braut, die nochmal eben eine kleine Änderung an der Einladungskarte durchgeben will. Aufschreiben geht jetzt nicht. Also muss mein Kopf mal ran und sich das einfach merken. An der nächsten Ampel notiere ich´s mir für Montag. Am Wochenende macht die Grafikerin nämlich auch frei. Für die Braut geht das klar und wir verabschieden uns.

An Christophs Büro angekommen steigt er ein und es geht Richtung Norden. Jaa, es geht in Schleswig-Holstein immer noch ein bisschen nördlicher als nördlich.

Das Telefon klingelt wieder. Eine Locationbetreiberin, die noch eben ein paar Details zum nächsten Dienstleisterstammtisch absprechen will. Kein Problem. Sowas habe ich im Kopf. Weiter geht´s.

Der Rest der Fahrt ist ruhig. Freitag nachmittags ist es generell immer recht ruhig, zumindest wenn am Samstag keine Hochzeit ist 🙂

Auf Sylt angekommen müssen wir selbstverständlich mal eben in der Strandoase essen gehen, noch schnell eine Insta-Story für die Agentur-Seite drehen und ein paar Videos für YouTube zum Thema „Ich liebe Hochzeiten in Schleswig-Holstein weil…“ drehen. Seid gespannt.

Das Bürotelefon ist auf mein Handy umgestellt. Tagsüber blieb es an diesem Wochenende wirklich mal im Hotel. Ich habe am Abend meine Mailbox abgehört und die wichtigsten Mails beantwortet. Alle anderen haben eine kurze Mitteilung bekommen, dass ich mich in der kommenden Woche darum kümmern werde.

Fazit: Ich liebe meinen Job. Ich liebe mein Leben. und ich liebe es, dass ich einfach mal so ein Wochenende auf Sylt verbringen kann, das auch noch verknüpft mit der Planung einer wundervollen Hochzeit an der Nordsee am Strand von Westerland. Und ich liebe es, dass ich von jedem Ort der Welt aus mal eben meine Mails checken kann und meine Mailbox abhören kann. Ein Hoch auf die Technik von heute!

Genau das ist der Wahnsinn, den wir so lieben … <3

Herzlichst

Eure Hochzeitsplaner der Agentur Traumhochzeit Schleswig-Holstein

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