Hochzeitsdeern

Ja, nun ist es soweit. Eure Hochzeitsplanerin hat geheiratet und aus Inga Skau wurde Inga Schumacher. Aber nun will ich es nicht weiter spannend lassen und euch natürlich von unserer Hochzeit erzählen. Ach, was sag ich. Eigentlich war es eine ganze Hochzeitswoche. Aber fangen wir vorne an – bei unserem Polterabend.

Schon 10 Tage vor unserer eigentlichen Hochzeit fing der Aufbau für unseren Polterabend an. Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass es spannend war, ob die Halle, in der alles stattfinden sollte, überhaupt fertig wurde. Wurde sie. 3 Tage vor unserem Polterabend wurden die letzten Kabel gezogen. Am Tag vor unserem Polterabend wollten wir fertig werden. Am Samstag wollten wir uns ausruhen und uns einfach auf einen tollen Abend freuen. Gesagt getan – dachten wir. Freitag Abend haben einige Freunde von uns Strohpuppen gebracht. Vielleicht kennt ihr die Tradition ein Brautpaar als Strohpuppen nachzubauen und vor die Tür zu stellen? Richtig richtig cool! Also wurde am Freitag Abend schon gegrillt und das Fassbier wurde auch schonmal getestet.

Und dann war da ja noch die Geschichte mit dem Heizlüfter. Die ganze Hütte will ja irgenwie warm werden. An dieser Stelle ein netter Gruß an die Firma in Lübeck (nicht!), von der wir für viel Geld einen Baustellenheizer gemietet haben. Großartige Sache – dachten wir. Blöd nur, wenn das gute Stück am Freitag Abend angeschlossen wird und mein Föhn mehr Wärme pustet als ein gelbes Monster. Und noch blöder ist es, wenn man weiß, dass es keinen Service bei der netten Firma gibt, der mal eben kommen könnte um uns einen neuen funktionierenden Lüfter zu bringen.

Also haben all unsere Strohpuppen-Aufbauer telefoniert, gemacht und getan um aus gefühlt allen Ecken Schleswig-Holsteins zig Heizlüfter zu kriegen, damit wir am nächsten Tag nicht frieren müssen. An dieser Stelle ein Riesendank an euch! 🙂 Wir wurden langsam etwas ungehalten, weil wir uns einfach wahnsinnig geärgert haben und wirklich Angst hatten, dass am nächsten Tag all unsere Gäste mit Winterjacken und Fellstiefeln mit uns feiern würden.

Aber es wurde warm. Okay okay, die ganzen Heizlüfter sorgten dann ziemlich schnell dafür, dass eine Sicherung komplett durchgeschmort ist- Hat aber keiner gemerkt 🙂

Nun zu unseren Gästen. WIr hatten viele Gäste. 300 um genau zu sein. 300 Gäste, die kamen um mit uns zu feiern. Wahnsinn!  Damit hatten wir nun so gar nicht gerechnet und wir haben uns über jeden einzelnen so gefreut! Bei uns in Schleswig-Holstein meldet man sich zum Polterabend nicht an, dennoch hatten wir natürlich so einen ungefähren Überblick, wer kommt. Wir kamen auf 200, maximal 230 Gäste. Da wir uns keine Gedanken darum machen wollten, ob das Essen reicht oder nicht, haben wir bei unserem Caterer direkt mal für 250 Gäste Essen bestellt. Wir waren der festen Überzeugung, dass wir noch mindestens zwei Wochen durchgängig Krustenbraten mit Kartoffelgratin essen würden. Aber wie war das noch gleich? Erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt? Ja, so kann man das wohl sagen. Wir eröffneten das Buffet, aßen selbst was, drehten uns wieder zum Buffet um und sahen nur so um die 20 Gäste die mit leeren Tellern vor dem Buffet standen und die Reste von den Löffeln vom Kartoffelgratin kratzen. Ganz blöde Geschichte. Unser Caterer, oder auch „Unser Held des Abends“, hat den Braten wortwörtlich schnell gerochen und schonmal mit dem Restaurant telefoniert. „Wir könnten in einer Stunde wieder hier sein mit mehr Essen. In der Zwischenzeit könntet ihr den Eröffnungstanz machen.“ Klingt nach einem guten Plan. Gut, der Drops war nun gelutscht. Wir konnten auch kein Essen zaubern. Zum Glück ist es hier in Schleswig-Holstein keine Seltenheit, dass das Essen zum Polterabend nicht reicht, dennoch ist es bisschen das Worst-Case-Szenario, was sich wohl so ziemlich jedes Brautpaar im Laufe der Planung mal ausmalt. Unsere Gäste haben also einfach mit uns die Situation weggelacht. Was anderes blieb ihnen sowieso nicht übrig. Letztendlich sind wir einfach nur froh, mit dem Marienhof in Neustadt einen so guten Caterer an der Hand gehabt zu haben, der in Null Komma nix mit neuem Essen da war und keiner hungrig wieder nach Hause musste.

Ab Eröffnungstanz waren wir dann auch wieder entspannt. 🙂 Wir haben wunderbar getanzt, gelacht und hatten einfach ein richtig tolles Fest, von dem wir ganz sicher einmal im Schaukelstuhl sitzend unseren Enkelkindern erzählen werden.

Um Mitternacht wurde gefegt. Und ich sag´s euch. 300 Gäste scheinen einiges an altem Porzellan zu haben. Standesgemäß begannen wir mit einer Zahnbürste und Handfeger, der relativ schnell gegen einen Kinderbesen eingetauscht wurde. Traditionell wurde Christophs Hose verbrannt und mit einer Flasche Korn vergraben und meine Schuhe an die Wand genagelt. Deswegen habe ich auch sicherheitshalber schonmal zum Fegen die ollen Ballerinas angezogen. Okay, die schwarzen Socken hätte ich auch nochmal gegen Seidenstrümpfe eintauschen können, aber dafür war einfach keine Zeit 🙂 Man könnte also sagen, wir haben wirklich alle norddeutschen Traditionen mitgemacht, die es nur irgendwie gibt.

Im nächsten Blogbeitrag geht es dann endlich um unsere Hochzeit.

Herzlichst

Eure Inga

Hochzeitsplaner der Agentur Traumhochzeit Schleswig-Holstein / Sylt

 

Jetzt Kontakt aufnehmen!