Rechtliches zur Hochzeit

Heiraten kann doch jeder, der verliebt ist und sich dazu entscheidet! Ja, das stimmt (fast), dennoch müssen ein paar rechtliche Grundlagen beachtet werden, die bei der Vorbereitung zur Hochzeit auch an verschiedenen Stellen überprüft werden, bevor eine Trauung stattfinden kann. Hinzu kommen einige optionale oder auch ratsame Rechtsangelegenheiten, von denen ihr zumindest einmal gehört haben solltet.

Die Verlobung ist quasi der Startschuss für die Hochzeitsplanung und alle folgenden Schritte in ein gemeinsames Leben als Ehepaar. Es ist jedoch keine rechtskräftige Verbindung, sondern ein persönliches Versprechen zwischen zwei Partnern. Bei Auflösung der Verlobung kann jedoch auf Schadensersatz geklagt werden, sollte einem der Partner ein finanzieller Nachteil durch die Verlobungsauflösung entstanden sein. Dazu zählen beispielsweise Ausgaben für die geplante Hochzeit oder einer gemeinsamen Wohnung.

Der Gesetzgeber setzt voraus, dass die heiratswilligen Partner volljährig und vollständig vertragsfähig sind. Außerdem darf keiner der Partner noch bereits verheiratet sein (oder in einer Lebenspartnerschaft eingetragen sein). Eigentlich selbstverständlich, dennoch vom Gesetz vorgegeben ist, dass das zukünftige Ehepaar nicht gradlinig verwandt sein darf. Diese Tatsachen müsst ihr anhand eurer Geburtsurkunde nachweisen, die ihr vor der Eheschließung unbedingt bei dem zuständigen Standesamt einreichen müsst. Sollte einer der Partner bereits verheiratet gewesen sein, muss auch die Urkunde über die Scheidung rechtzeitig vorliegen.

Die Eheschließung auf der Hochzeit ist dann eine rechtskräftige Verbindung. Mit dem Jawort sind Rechte und Pflichten für jeden Ehepartner verbunden. Mit der Ehe geht das Brautpaar eine Zugewinngemeinschaft ein, die im Falle einer Scheidung den finanziell schwächeren Partner in Form eines Versorgungsausgleichs schützt. Wer diese Angelegenheiten ganz speziell und individuell für sich regeln möchte, dem ist ein Ehevertrag zu empfehlen. Naheliegend ist ein Ehevertrag vor allem dann, wenn bei der Eheschließung große finanzielle Unterschiede zwischen dem Brautpaar bestehen und davon auszugehen ist, dass einer der Partner dauerhaft einen größeren Zugewinn während der Ehe erwirtschaftet.

Grundsätzlich müsst ihr folgende Unterlagen fristgerecht vor der Eheschließung beim Standesamt vorlegen: Personalausweis oder Reisepass, um eure Identität zu beweisen; eine beglaubigte Geburtsurkunde und gegebenenfalls auch die eurer gemeinsamen Kinder; eventuell eine Aufenthaltsbescheinigung und bei Wunsch eine entsprechende Urkunde, um bei der Namensführung einen Titel eintragen zu lassen. In besonderen Fällen wird noch ein Nachweis über die Staatsangehörigkeit gefordert, eine Vollmachtserklärung, eine Abstammungsurkunde und im Fall einer vergangenen Ehe die entsprechende Scheidungsurkunde, da erst dann eine weitere Ehe eingegangen werden darf. Denkt am Tag eurer standesamtlichen Hochzeit unbedingt an euren Personalausweis (oder Reisepass), da ihr euch direkt bei der Eheschließung ausweisen müsst. Es ist notwendig, dass der Ausweis noch nicht abgelaufen und alle Angaben aktuell sind.

Bereits vor der Eheschließung werdet ihr auf dem Standesamt nach der späteren Namensführung gefragt werden. Nicht immer sind sich Brautpaare darüber sofort einig. Lasst euch vor Ort die verschiedenen Optionen genau erklären und besprecht das Thema dann anschließend in aller Ruhe. Je nachdem für welche Variante ihr euch entscheidet, wird auch die Namensführung eurer Kinder, gemeinsame oder auch nicht, davon beeinflusst. Dennoch müsst ihr diese Entscheidung rechtzeitig vor der Eheschließung treffen und bekannt geben.

Ihr seht, es gibt vieles zu beachten. Solltet ihr euch unsicher sein, lasst euch auf alle Fälle vom Standesbeamten oder bei Bedarf von einem Fachanwalt beraten, so seid ihr auf der sicheren Seite und dem großen Tag der Hochzeit steht nichts mehr im Wege.

Herzlichst

Eure Hochzeitsplaner der Agentur Traumhochzeit Schleswig-Holstein und Sylt

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