Von der Ideensammlung zum Hochzeitskonzept

Der „weiße Faden“ einer Hochzeit

Zu Beginn Eurer Hochzeitsplanung gibt es viele offene Fragen. Da Ihr in der Regel vorher noch nie geheiratet habt, geht es also los: Google, Pinterest und Co. laufen auf Hochtouren: Wie soll das Brautkleid aussehen, soll es eine kirchliche oder eine Freie Trauung werden, welche Location ist die richtige? Die wohl wichtigste Frage lautet:

„Wie soll unser Hochzeitskonzept aussehen?“

Was bedeutet eigentlich das Wort „Hochzeitskonzept“? Ist das nicht einfach die Dekoration?

Wir würden sagen: JA, das auch, aber auch nicht so ganz! – Das Hochzeitskonzept spiegelt sich in allen Details Eurer Hochzeit wieder. Es beginnt mit der Atmosphäre die Ihr für Eure Feier erzeugen möchtet – Soll es eine Gartenhochzeit, eine elegante Hochzeit, eine lässige Festivalhochzeit, eine Motto-Hochzeit oder etwas anderes werden? Das Thema „Vintage“ erwähnen wir an dieser Stelle absichtlich nicht, denn davon haben wir in den letzten Jahren tatsächlich sehr, sehr viele gesehen. Die Dekoration der Hochzeit ist ein wichtiger Teil des Hochzeitskonzeptes. Darüber hinaus spiegelt sich Euer Konzept natürlich auch in der Auswahl Eurer Kleidung sowie in den vielen kleinen Details.

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Foto:Anja Schneemann Photograph

Ihr denkt eventuell: „Ach, darüber machen wir uns später Gedanken“ , startet in die Planung und legt los. Ihr sucht eine Location und merkt: „Hm… was suchen wir eigentlich?“ Ein Hotel, eine Scheune, eine Location am See, etwas Modernes, ein Schloss? Ihr fragt Euch „Was passt eigentlich zu uns?“. Im nächsten Schritt sucht Ihr nach Einladungskarten, durchforstet das Internet und stolpert ganz unerwartet schon wieder über das Thema: „Welche Farbe sollen die Save-The-Date und Einladungskarten eigentlich haben? Welche Art Karte passt zu uns und was passt zur Location?“

Mit den Einladungskarten fängt es an und mit der Danksagungskarte hört es auf und dazwischen gibt es ganz viel zu planen und organisieren. Da die Save-The-Date-Karten bereits etwa ein Jahr vor der Hochzeit an Eure zukünftigen Gäste verschickt wird, solltet Ihr bereits dann eine erste Idee im Kopf haben, wie Ihr euch den weißen Faden vorstellt. Eure Gäste kommen das erste Mal mit der Farbgestaltung und der Stilrichtung Eurer Hochzeit in Berührung und bekommen ein Gefühl für Euren großen Tag!

Das gleiche gilt für das Thema Kleidung. Brautkleider gibt es passend zu allen Hochzeitskonzepten. Ein Prinzessinnenkleid passt eher weniger zu einer Boho-Gartenhochzeit und ein lockeres Vintage-Kleid passt in der Regel nicht zu einer opulenten Schlosshochzeit. Das Konzept für Eure Hochzeit gestaltet den weißen Faden der sich über die komplette Planung hinweg erstreckt.

Inspirationen gibt es im Internet einige und Ihr solltet diese nutzen, aber auch hier gilt „viele Köche verderben manchmal den Brei“. Bevor Ihr das Internet wie wild durchsucht und irgendwann den Überblick verliert, nehmt Euch Zettel und Stift und denkt noch einmal über Euren großen Tag nach. Denkt darüber nach, welche Hobbys Ihr habt, welche wichtigen Gemeinsamkeiten Ihr habt, wie Euer Stil sich in Eurer Einrichtung widerspiegelt. Ganz wichtig in der gesamten Planung: Behaltet immer auch die Wünsche eures Partners im Hinterkopf.

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Foto:Anja Schneemann Photograph

Es ist in Zeiten von Pinterest und Instagram wirklich schwierig eine Entscheidung zu treffen und sich auf NUR eine Dekorationsrichtung festzulegen! Es gibt so viele tolle Konzepte und Ideen und das Internet ist voll davon! Wahrscheinlich jede von uns Bräuten hatte einmal ein Pinterest-Board mit gefühlten 1000 Ideen, die aber eigentlich gar nicht richtig zusammenpassten. Diese Ideensammlung ist gut und wichtig um euren eigenen Stil zu finden und herauszufinden was zu Euch als Paar passt!

Nehmt nun all‘ diese Ideen und sucht Euch etwa 10 Bilder oder Stichworte heraus, die Ihr am liebsten mögt. Dekorationsbilder, die die Farben eurer Hochzeit definieren, etwas um den Stil der Hochzeit festzulegen, ein paar Details zum Thema Freie Trauung oder Dekoration der Kirche sowie Ideen zu der Floristik und der Tischdekoration. Zusätzlich speichert Ihr Euch Beispielfotos vom Traumkleid und schaut, ob alles zusammen ein stimmiges Bild ergeben könnte. Wenn Euch etwas nicht gefällt, tauscht es einfach aus. Diese 10 Ideen spiegeln im Grunde das wieder, was Euren weißen Faden bilden könnte.

Fasst diese Ideen nun als kleinen Leitfaden oder auch euer Grundkonzept in einem sogenannten Moodboard zusammen. Das Moodboard ist ein tolles Hilfsmittel und es begleitet Euch in der kompletten Planungszeit. Termine beim Floristen oder beim Dekorateur gehen somit leichter von der Hand. Ihr könnt auf diese Weise optisch erklären, was Ihr euch wünscht und vorstellt, welchen Stil und welche Farbgestaltung Ihr verfolgt und wie Ihr eure Ideen umsetzen möchtet. Sogar bei der Planung Eurer Hochzeitstorte ist ein Moodboard mit einigen Inspirationen einer Hochzeitstorte goldwert.

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Foto:Anja Schneemann Photograph

Am Hochzeitstag werdet Ihr mit dem Resultat Eurer langen und sorgfältigen Vorbereitung des Dekorationskonzeptes belohnt: Die Blumen, die liebvollen Details, die Candybar, die Gastgeschenke, die Hochzeitstorte, die Menükarten, der Tischplan. Diese Details spiegeln Eure gemeinsame Beziehung wieder und machen Eure Hochzeit einzigartig.

Wir wünschen Euch viel Freude bei der Gestaltung Eures Hochzeitskonzeptes und ganz viel Kreativität!

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Foto:Anja Schneemann Photograph

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