Was darf ausgeplaudert werden, was sollte lieber geheim bleiben? – Tipps & Trick bei der Hochzeitsrede

Die Hochzeitsrede ist etwas ganz Besonderes.

Egal ob Trauzeuge, Brautvater, oder Bräutigam, dieser Teil ist für den Vortragenden äußerst aufregend. Alle Emotionen und Gefühle werden in einer Rede, an das Hochzeitspaar oder Braut beziehungsweise Bräutigam gerichtet und in liebevolle Worte verpackt.

Allgemein beginnend mit einer Begrüßung an das Brautpaar, als auch an alle Hochzeitsgäste, startet der Zeitraum des Vortrags.Es folgt eine Einleitung, die die Aufmerksamkeit des Publikums erlangen soll. Das kann beispielsweise mit einem Zitat einer Berühmtheit erfolgen. Auch Sprüche aus Büchern oder Filmen stellen einen guten Start dar. Das Ziel dabei ist es zur individuellen Rede hinzuführen und die Gäste neugierig zu machen.

Falls man ein guter Witze-Erzähler ist, kann man das an dieser Stelle zu seinem Vorteil nutzen, um die Stimmung schon von Anfang an anzuheben und das Eis zu brechen. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen ist es auch für den Vortragenden eine enorme Erleichterung und der Druck fällt etwas ab, wenn man in strahlende, anstatt skeptische Gesichter sieht.

In der Einleitung kann auch schon ein Einblick über den Zeitraum der gemeinsamen Freundschaft, Geschwisterzeit oder Bekanntschaft gegeben werden. Eine Anekdote aus dem Leben des Brautpaars ist ebenso immer sehr personalisiert und spricht Sie sofort an, durch das Wecken von einzigartigen Erinnerungen.

Foto:Stilecht Photography

Hier findet ihr einen allgemeinen roten Faden zu einem ebenso wichtigen Thema bei der Hochzeitsplanung. Die rührende Hochzeitsrede.

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Foto:Andrej Richter

Nach einer kurzen Einleitung und dem Anschneiden von bestimmten Themen in der Anrede, wird im Hauptteil tiefer gebuddelt und Ausführlicheres angesprochen. Da der Entwurf der Hochzeitsrede keine Aufgabe für nebenbei ist, sollte alles strukturiert geplant und durchgesprochen werden. Denn im Hochzeitswahn kann selbst der sicherste Redner mal aus der Fassung gebracht werden.

Die Rolle als Trauzeuge bringt schon eine Menge Verantwortung mit sich, zusätzlich auch die Rede vorzubereiten, ist eine gewagte Aufgabe. Trotz der Mühe und eventuell auch Panik davor sie zu halten, sollte die Dankbarkeit, an das Brautpaar, ausgesprochen werden. Denn dazu zählt eine Menge Vertrauen am wohl wichtigsten Tag im Leben des Brautpaares.

Sollte der Vortragende selbst verheiratet sein, können auch eigene Überlegungen zum Thema Liebe und Eheschließung mit eingebracht werden. Wichtig ist im Allgemeinen, dass der persönliche Bezug zum Brautpaar immer Bestehen bleibt. Hauptsächlich wird über die Beziehung zum Brautpaar, die Vergangenheit der Beiden, ihre gemeinsame Geschichte, bestimmte Hobbys, Eigenheiten und einiges mehr berichtet.

Peinliche Geschichten sollten besser nicht mit eingebunden werden. Besser sind spannende, rührende oder lustige Anekdoten, Geschichten und Erlebnisse.

Im Schlussteil zieht der Vortragende ein positives Fazit und spricht Glückwünsche für die Zukunft an das Brautpaar aus. Es wird anschließend um das gemeinsame Erheben der Gläser gebeten, um auf die Eheschließung anzustoßen.

Nichtssagende Floskeln, wie „Das war’s jetzt“ oder „Mehr habe ich nicht zu sagen“ sollten vermieden werden. Es soll kein falscher Eindruck beim Brautpaar entstehen, weshalb man sich auch im Schlussteil nicht all zu kurz fassen sollte.

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Häufig übernimmt der Trauzeuge bzw. die Trauzeugin neben der eigentlichen Rolle, auch diese Aufgabe.

Trauzeugen sind im Regelfall nahestehende Personen. Die Freundschaft steht deswegen in der Rede meist im Mittelpunkt. Durch das Wissen über einander, kann dabei auch mal aus dem Nähkästchen geplaudert werden. Auch wenn es vorerst merkwürdig erscheint, sollte der Text vorab grob mit dem Brautpaar abgesprochen werden. Dazu zählen natürlich keine Details, denn das würde ja das Aufregende und Spannende daran unterbinden. Aber grundsätzlich muss es einen Rahmen geben, an den sich gehalten wird. Klärt, welche Erlebnisse und Fakten angemessen sind und welche lieber geheim bleiben sollten.

Durch jede Rede zieht sich der Leitfaden. Begrüßung, Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Als Trauzeugen kann man in der Hochzeitsrede mit der „doppelten Überraschung“ beginnen. Doch welche Überraschung? Zum Einen die Überraschung, dass das Brautpaar sich entschlossen hat, zu heiraten und zum Anderen die Bitte der Beiden, dass man selbst als Trauzeuge fungieren darf.

Man kann ansprechen, wie es sich angefühlte, als man die Nachricht des Antrags erfuhr. Auch Erinnerungen über das Strahlen der Beiden zu diesem Zeitpunkt ist ein schönes Thema zum Anschneiden. Das kann man mit der Freude bei der Trauung verbunden werden. Erzählt über Mimik und Gestik der beiden Verliebten, wenn Sie besonders herausstechend schön war.

Im Hauptteil kann das persönliche Verhältnis, gemeinsam erlebte Ereignisse, Kindheitsmomente, Zeiten aus der Jugend, der Schulzeit, dem Werdegang, Hobbys und dem Juggesellinenabschied geplaudert werden.

Um den Bezug zu einem selber nicht zu verlieren, kann man den Rang der Freundschaft mit einbringen und nochmals den Stolz aussprechen, welcher einen durch die Aufgabe erfüllt. Beistand sowohl in guten, als auch schlechten Zeiten ist immer ein guter Abschluss für den Hauptteil der Rede.

Falls der Trauzeuge auch noch ein Spiel oder einen Gastbeitrag vorbereitet hat, kann er diese nun an dieser Stelle angesprechen.

Im Schlussteil werden liebevolle Abschiedsworte formuliert. Beispiele dafür sind: „Lieber …, liebe … ich wünsche euch beiden alles Glück der Welt. Dass ihr in guten und auch schlechten Zeiten immer für einander da seid und die kleinen Widrigkeiten des Alltags bewältigt. Ich bin froh und stolz darauf, dass genau ich euer Trauzeuge sein darf. Ihr könnt euch sicher sein, dass ich euch als Freund immer zur Seite stehen werde. Abschließend wird um das Erheben der Gläser, zum Anstoßen, gebeten.

Andrej Richter
Foto:Andrey Richter

Trauzeuginnen halten meist eine etwas emotional geprägte Rede. Schon in der Einleitung wird klar, wie unmittelbar Diejenige den Tränen nah ist. Das ist aber von Trauzeugin und Trauzeugin, abhängig von Sensibilität, anders und kann nicht verallgemeinert werden. Es gibt auch sehr taffe Charaktere, aber im Regelfall sind die Trauzeuginnen, an diesem Tag, sehr nahe am Wasser gebaut. Vor Allem wenn es um die Ehe der besten Freundin oder Schwester geht.

Es wird genau wie in der Trauzeugenrede die Dankbarkeit über die Aufgabe und Rolle als Redner, schon in den ersten Sätzen, ausgesprochen.

Im Hauptteil spricht man persönliche individuelle Eigenschaften der Braut bzw. des Bräutigams an, gemeinsame Hindernisse und Erlebnisse oder was Ihr, als Trauzeuge, eben gerne sagen wollt. Auch ein Lob an den Partner der Braut/des Bräutigams kommt immer gut. Sätze wie „Du bist die perfekte Wahl für Sie.“ Oder „Bewahre deine Liebe ihr gegenüber.“ Erwärmen einem als Zuhörer das Herz. Auch negativere Charaktereigenschaften können als Vorteil genutzt werden. Es ist oft beeindruckend, wie viel ein Mensch erträgt, weil er jemanden liebt. Deswegen ist es ebenso ein guter Zeitpunkt, an dieser Stelle ein Lob an den Partner auszusprechen. Im Abschlussteil werden Zukunftsglückwünsche an das Brautpaar gerichtet und wieder die Gläser zum Anstoßen erhebt.

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Aber nicht nur Freunde oder Geschwister halten die Hochzeitsrede.

Der Bräutigamvater möchte oft auch diese Rolle übernehmen und sein Herz ausschütten. Für keinen Vater ist es leicht, sein Mädchen in die Hände eines anderen Mannes zu geben. Deshalb ist es für Ihn umso wichtiger seine Gefühle in der Rede zu offenbaren.

Auch dabei gilt der Leitfaden, beginnend mit Begrüßung und Einleitung. Im Hauptteil können beispielsweise persönliche unvergessliche Erinnerungen an die eigene Hochzeit mit eingebracht werden.

Auch Kindheitserlebnisse sind oft sehr berührend und wecken schöne Erinnerungen, die meist nur die Eltern und Geschwister wissen und wirklich miterlebt haben. Dieser Aspekt ist für die anderen Gäste meist sehr interessant, denn nicht alle Hochzeitsgäste wissen über das Brautpaar so gut Bescheid, wie die eigenen Eltern der frisch Verheirateten. Die Anwesenden bekommen einen Einblick in die Zeit vor der Jugend, Liebe und nun auch Ehe. Wer ist diese Person und was hat sie schon alles vollbracht?…

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Auch besonders individuelle positive Eigenschaften, die nicht jeder kennt, können erwähnt werden. Aber immer in Grenzen und nicht zu ausplaudernd. Denn es muss ja nicht jeder Gast alles genauestens über das Brautpaar wissen. Deshalb ist eine kurze Absprache mit den Beiden immer vorteilhaft um schon vorab zu klären, was erzählt werden darf und was eher unkommentiert bleiben soll. Also gebt Acht auf die Wünsche der Beiden. Es ist ihr großer Tag und Sie sollten dabei immer im Vordergrund stehen, glücklich sein und durch die Traurede emotional berührt werden.

Humorvolle Spitzen lockern die oftmals angespanntere Stimmung und bringen wieder etwas Gelächter und Pepp in die Runde.

Der Bräutigamvater sollte den Bräutigam oder die Braut in der neuen Familie begrüßen und ihn als Teil der Familie definieren. Die somit zweite Familie ist eine zusätzliche Stütze und hat immer ein offenes Ohr für das neue Familienmitglied. Geborgenheit bei der nun neuen „zweiten Familie“ ist etwas ganz Besonders und stärkt meistens die Bindung zwischen dem Brautpaar und zusätzlich natürlich auch zu anderen Familienmitgliedern des Partners. Was ist schöner als eine solche Harmonie und diese sollte natürlich auch in der Hochzeitsrede nicht zu kurz kommen. Sprecht ruhig über solche herzerwärmenden Dinge. Der Bräutigamvater beendet seine Rede optimaler Weise mit einer Art Übergabe der Tochter an den Ehemann. Natürlich nur metaphorisch, denn niemand wird je die Stelle des Vaters ersetzen können.
Viele Glückwünsche und liebevolle Abschiedsworte stellen einen guten Schlusspunkt dar.

BräutigamvaterBraut
Foto:Anja Schneemann Photography

Auch wenn man sich immer mit seinen Emotionen zurück halten möchte und Gefühle meist nicht zulassen will.. Am Hochzeitstag der Liebsten und besonders bei der Hochzeitsrede können gern immer ein paar Freudentränen fließen. Keine Scheu Ladies & Gentlemen! Gefühle zeigen ist erlaubt und berührt natürlich auch das frisch verheiratete Brautpaar enorm.

 

With Love, Joy & Happiness

– Eure Weddingplanner Anja & Stephi –
Weddingplanner aus Leidenschaft

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