Verliebt, verlobt verheiratet… Kirchliche oder standesamtliche Trauung?

Wisst ihr schon, wie eure Traumhochzeit aussehen soll?
Eure Wünsche und Bedürfnisse sind ausschlaggebend für die Wahl der Art der Vermählung.

 

Die standesamtliche Trauung

Die wohl gängigste Art der Eheschließung ist die durch einen Standesbeamten.
Unter anderem erhalten beide Ehepartner Rechte bezüglich Finanzen und gesundheitliche Auskunft in Notfällen.

Für eine rechtskräftige Trauung beim Standesamt ist die Vorbereitung essentiell. Als verlobtes Paar muss die Trauung pünktlich angemeldet und die dafür vorgesehenen Unterlagen (wie Geburtsurkunde, Ausweise und Meldebescheinigungen) organisiert und eingereicht werden.
Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass die Trauung frühstens ein halbes Jahr vor der eigentlichen Trauung angemeldet werden kann. Beliebte Daten und Samstage sind somit schnell vergeben. Somit lohnt es sich, sich rechtzeitig darum zu kümmern, damit bei dem Traumdatum nichts schiefläuft.

Standesamt ist nicht gleich Standesamt. Sie können sich sehr unterscheiden. Manche sind schlichte Büros und andere hingegen prachtvoll eingerichtet.

Die Inhalte und der Ablauf einer rechtskräftigen Eheschließung sind eher sachlich gehalten. Eine durchschnittliche Trauung dauert ca. 30 Minuten:
von der Begrüßung, über Personalien, der Traurede, die „Frage aller Fragen“, der Ringtausch, de 1. Kuss als verheiratetes Paar mit Übergabe der Heiratsurkunde und der Verabschiedung.

Jede Hochzeit ist mit Kosten verbunden. Ganz egal, wann und wo geheiratet wird, kann es variieren. Samstags können je nach Standesamt noch zusätzliche Kosten hinzukommen.

 

Die kirchliche Trauung

Rund 30% aller Brautpaare geben sich unter Gottes Segen, nachdem eine standesamtliche Trauung erfolgte, in einem Gottesdienst das Eheversprechen.
Im Vergleich zur standesamtlichen Trauung sind der Ablauf sowie die Vorbereitungen durchaus unterschiedlich. In der Regel dauert ein Traugottesdienst 1 bis 1,5 Stunden.

Nachdem eine Anmeldung der kirchlichen Trauung in der Gemeinde erfolgt ist, sollte spätestens binnen eines halben Jahres der Trautermin folgen.
Der trauende Pfarrer trifft sich vorab einige Male mit dem Brautpaar, um in persönlichen Unterhaltungen eine geistliche Ansprache vorzubereiten. Hierbei berät er u.a. auch bei der Liederauswahl. Der gesamte Ablauf wird von „A-Z“ koordiniert und bis ins kleinste Detail besprochen, um keine Wünsche offen zu lassen! Hierbei sollte im Voraus geklärt werden, ob eine evangelische/ katholische oder ökumenische Trauung vollzogen werden soll.

Hierbei gilt zu beachten, dass einige Kirchengemeinden eine Gebühr für die Trauung berechnen. Diese ist nicht sonderlich hoch, aber gilt der musikalischen Begleitung, des Orgelspielers und die Dekoration.

Grundsätzlich muss mindestens einer der Brautleute der Kirche zugehörig sein.
Sollte dies nicht der Fall sein, muss mindestens einer der Eheleute eine Wiederaufnahme in die Kirche beantragen.

Heutzutage liegen freie Trauungen immer mehr im Trend. Wer wünscht sich nicht eine romantische Zeremonie unter freiem Himmel?
Allerdings wissen die meisten Menschen nicht, dass es sich bei einer solchen Trauung um keine offizielle Eheschließung handelt. Daher ist eine standesamtliche Trauung unentbehrlich.

Für eine freie Eheschließung braucht man einen Redner, der die Zeremonie ausführt.
Dieser kann ein unabhängig freier Redner oder Theologe sein, der nicht an die Kirche gebunden ist.

Aus Erfahrungen dauert eine „Trauung im Freien“ höchstens eine Stunde
Da jedes Paar von der perfekten Hochzeit träumt, sind Kennlern-Termine von hoher Bedeutung, um vorab möglichst viel individuell zu besprechen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Hierzu können auch Mitglieder der Familien, Freunde oder Verwandte einen persönlichen Teil beitragen.

Insel Nonnenwerth
Foto:Lisa Bössen

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