In wenigen Schritten zum perfekten Brautkleid

Terminabsprache

Zu Beginn der Brautkleidsuche steht die Wahl des Brautmodengeschäfts. Erkundigt euch am besten online nach geeigneten Läden in eurer Nähe. Auf den Webseiten findet ihr meist auch schon wertvolle Informationen über die vorrätigen Brautkleider und könnt euch so einen Überblick über die Stile und Kosten verschaffen. Da die Lieferzeit mancher Hersteller mehrere Monate betragen kann, solltet ihr frühzeitig, bestenfalls 6 bis 9 Monate vor der Hochzeit, einen Beratungstermin mit dem Brautmodengeschäft eures Vertrauens vereinbaren. So stellt ihr sicher, dass der Berater oder die Beraterin auch genügend Zeit hat und sich voll und ganz auf euch und eure Wünsche konzentrieren kann. Da die Termine abends unter der Woche sowie die an Samstagen auch bei anderen Bräuten sehr begehrt sind, müsst ihr damit rechnen, dass ihr unter Umständen nicht sofort einen Termin bekommt. Falls es sich zeitlich einrichten lässt, könnt ihr euch natürlich auch an einem bestimmten Wochentag freinehmen. Sprecht euch dafür jedoch ggf. vorher mit euren Begleitpersonen ab. Eine Anprobe dauert in der Regel ca. 1,5–2 Stunden, also bringt auf jeden Fall genügend Zeit mit!

Wer es noch individueller mag, kann sich das Brautkleid natürlich auch in einem Brautmodenatelier maßanfertigen lassen. Da das Anfertigen und Umsetzen eines neuen Designs einige Zeit in Anspruch nimmt, solltet ihr das erste Beratungsgespräch ebenfalls möglichst frühzeit vereinbaren.

 

Vorbereitung

Findet heraus, was euch gefällt und was ihr euch wünscht. Ob ihr die Brautkleider, die euch gefallen, aus Hochzeitszeitschriften ausschneidet und in einen eigens dafür angelegten Hochzeitsordner einklebt oder eine Pinterest-Pinnwand mit euren Traumkleidern anlegt, bleibt ganz euch überlassen. Lässt sich an eurer Sammlung schon ein bestimmter Stil erkennen? Bevorzugt ihr bestimmte Längen, Formen oder Materialien? Welche Farbe wünscht ihr euch? Soll es eher schlicht gehalten sein oder aufwendig verziert mit Stickereien, Applikationen, Perlen, Pailletten oder Strasssteinen?

Auch die Wahl der Accessoires spielt beim Brautkleidkauf eine wichtige Rolle. Heiratet ihr kirchlich oder in der kühleren Jahreszeit und benötigt daher eine passende Stola, einen Bolero oder ein Strickjäckchen? Tragt ihr lieber flache Schuhe oder welche mit Absatz? Wollt ihr das Farbkonzept eurer Hochzeit in Form bestimmter Accessoires, wie einem farblich passenden Gürtel oder Applikationen, aufgreifen? Wünscht ihr euch Haarschmuck wie einen Schleier, ein Diadem oder sogar beides zusammen? Falls ihr schon genauere Vorstellungen von eurer Brautfrisur haben solltet, kann es auch hilfreich sein, sich die Haare vorab von einem Friseur stylen zu lassen. Denn wenn die Frisur sitzt, fühlt man sich nicht nur gleich viel wohler, sondern man bekommt auch einen besseren Eindruck für den großen Tag. Beim Make-up solltet ihr am Tag der Anprobe allerdings etwas sparsamer sein, um unschöne Flecken auf den teuren Kleidern zu vermeiden. Das gilt übrigens auch für allzu aggressive Deodorants mit Alkohol. Und noch ein Tipp unter Frauen: Unterwäsche sowie ggf. Strümpfe in einem hautneutralen Ton sind optimal. Und für den Fall, dass ihr ein trägerloses Kleid favorisiert, bietet sich ein BH mit abnehmbaren Trägern an.

 

Begleitung

Meist dürfen zur Brautkleidanprobe bis zu drei Begleitpersonen mitgebracht werden. Überlegt vorab, wen ihr mitnehmen möchtet: eure Trauzeugin und beste Freundin? Eure Mutter oder eure zukünftige Schwiegermutter? Oder doch lieber die Lieblingskollegin? Für wen ihr euch auch entscheidet, wichtig ist nur, dass es Personen sind, die euch gut kennen und auf denen ihr voll und ganz vertraut. Achtung: Zu viele Meinungen können auch verwirren und euch nur unnötig verunsichern. Letztendlich zählt nur, dass ihr euch in eurem Kleid rundum wohlfühlt und es am liebsten gar nicht mehr ausziehen wollt! Übrigens: Brautkleidgeschäfte und Hersteller sehen es nicht gerne, wenn während der Anprobe Bilder gemacht werden. Bittet eure Begleiterinnen daher, das Handy solange in der Tasche zu lassen, bis ihr euch final für ein Kleid entschieden habt.

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Foto:Charisse Kenion/Unsplash

Ablauf

Vorgespräch

Teilt dem Berater oder der Beraterin eure Vorstellungen und Wünsche mit, damit sie euch fachmännisch zur Seite stehen kann. Auch Informationen zur Feier können für die Auswahl der Kleider sehr hilfreich sein: Handelt es sich um eine standesamtliche oder kirchliche Trauung? Wo werdet ihr getraut? Wo wird gefeiert? Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Preisrahmen für das Brautkleid, damit ihr auch nur Kleider anprobiert, die in euer Budget passen. Rechnet zudem mögliche Zusatzkosten für die Änderungsschneiderei oder mögliche Accessoires ein. Manche Brautmodengeschäfte verlangen für die Beratung zudem eine Pauschale, eine Art Aufwandsentschädigung, die im Falle eines Brautkleidkaufs mit dem Kaufpreis verrechnet wird.

 

Anprobe

Auch wenn ihr schon konkrete Vorstellungen habt, kann es von Vorteil sein, eventuell auch Stile anzuprobieren, die für euch eigentlich nicht infrage kommen. Denn nur so könnt ihr euch ganz sicher sein, diesen Stil tatsächlich ausschließen zu können. Außerdem lassen sich manche Kleider am Bügel nur sehr schwer beurteilen. Es lohnt sich also, sie trotzdem einmal anzuprobieren und erst dann sein Urteil zu fällen. Das gilt übrigens auch im Brautmodenatelier: Hier könnt ihr zu Beginn verschiedene Grundschnitte von der Meerjungfrau bis hin zur Prinzessin anprobieren, um sicherzugehen, dass euch der Stil des Kleids auch an euch gefällt und ihr euch wohlfühlt. Steht die Form des Brautkleids fest, werden die Materialien und Details wie Ausschnitte, Träger oder Schleppe besprochen und schließlich in enger Absprache mit euch umgesetzt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass euer maßgeschneidertes Brautkleid auch genau euren Vorstellungen und Wünschen entspricht.

Da die Geschäfte nicht jedes Kleid in jeder Konfektionsgröße vorrätig haben, ist es möglich, dass ihr auch Modelle anprobiert, die euch viel zu klein oder viel zu groß sind. Auch wenn es schwerfallen mag: Achtet in diesen Fällen weniger auf die Passform, sondern auf den Stil des Kleids und ob euch dieser gefällt. Um alles andere kümmern sich dann die Berater/innen, die euch im Anschluss an die Anprobe ausmessen und das Kleid in der entsprechenden Größe bestellen und professionell anpassen lassen.

Manche Umkleidekabinen sind bereits mit Spiegeln ausgestattet, sodass ihr euch bereits im Kleid betrachten könnt, bevor ihr euch euren Begleiterinnen präsentiert. In manchen Brautmodegeschäften sind die Spiegel jedoch bewusst außerhalb der Kabine angebracht, damit ihr euch zuerst auf die Reaktionen der Begleiterinnen konzentrieren könnt. Falls ihr euch jedoch von Anfang an unwohl in einem Kleid fühlt, haben eure Begleiterinnen sicherlich Verständnis dafür, wenn ihr die Kabine gar nicht erst verlassen, sondern direkt ins nächste Kleid steigen wollt. Denn unsere Erfahrung lehrt uns: Wenn es euer Kleid ist, werdet ihr es merken. Tränen sind übrigens kein Indiz dafür – hört einfach auf euer Bauchgefühl! Sobald ihr EUER Kleid gefunden habt, ist es an der Zeit, die Sektkorken knallen zu lassen und gemeinsam mit euren Begleiterinnen anzustoßen. Genießt diesen Augenblick in vollen Zügen und freut euch auf euren großen Tag!

 

Günstige Alternativen

Obwohl eine fachmännische Beratung in einem Brautmodengeschäft durch nichts zu ersetzen ist, gibt es auch günstige Alternativen für alle Bräute mit kleinerem Budget. So bieten immer mehr Modeketten wie H&M, Esprit, Topshop oder auch Online-Händler wie Asos inzwischen eigene Hochzeitskleid-Kollektionen an. Diese günstigen Alternativen von der Stange lassen sich ganz entspannt und ohne Terminabsprache zu Hause anprobieren. Achtung sollte jedoch bei Brautkleidern ausländischer Anbieter geboten sein, die Kopien von Designerkleidern im Internet anbieten. Bei diesen vermeintlichen Schnäppchen handelt es sich in den seltensten Fällen um seriöse Angebote.

Wer keinen Wert darauf legt, das Kleid nach der Hochzeit als Andenken zu behalten, kann auch auf einen Brautmodenverleih zurückgreifen. Hier gilt es jedoch genau zu vergleichen, denn je nach Modell kann es letztendlich trotzdem günstiger sein, ein Brautkleid zu kaufen und nach der Hochzeit erneut zu verkaufen. Achtet zudem auf die jeweiligen Konditionen des Verleihs, denn nicht selten fallen hier Kosten für die Kaution, mögliche Änderungen und die Reinigung an.

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