Heiraten, wie es euch gefällt – die freie Trauung

Immer mehr Brautpaare wünschen sich eine individuell gestaltete Trauzeremonie. Während standesamtliche Trauungen oftmals einen eher sachlichen oder bürokratischen Charakter haben und zeitlich begrenzt sind, bieten sogenannte freie Trauungen eine ideale Ergänzung. Sie stellen zudem eine Alternative zur kirchlichen Trauung da – vor allem für Brautpaare, die entweder verschiedenen oder gar keiner Religion angehören, geschieden sind oder in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben und dennoch nicht auf den feierlichen Rahmen einer Trauung verzichten möchten. Da die freie Trauung keine rechtliche Gültigkeit besitzt, ersetzt sie den Weg zum Standesamt allerdings nicht.
Freie Trauungen sind an keinen Ort gebunden und können somit bei gutem Wetter auch unter freiem Himmel stattfinden. Ob auf einer Wiese, im Kornfeld, am Strand oder auf einer Alm mit Blick auf ein spektakuläres Bergpanorama – eurer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Der Trauort sollte aus akustischen Gründen allerdings möglichst ruhig sein. Oftmals bietet es sich auch an, die Trauzeremonie in der Nähe der Hochzeitslocation abzuhalten. So kümmern sich viele Locations, teilweise gegen eine extra Gebühr, auch um das Mobiliar für die Trauung, von den Sitzgelegenheiten für das Brautpaar und die Gäste bis hin zum Traubogen. Alternativ könnt ihr auch einen Eventausstatter mit dem Auf- und Abbau beauftragen. Bei sommerlichen Temperaturen sollte man zudem auf Schatten achten oder ggf. Sonnenschirme aufstellen. Viele Brautpaare verschenken zudem individualisierte Fächer als Gastgeschenk an ihre Gäste. Wer sich eine musikalische Begleitung für die Trauung wünscht sollte vorab allerdings sicherstellen, dass ein Stromanschluss vorhanden ist oder ob die Musiker auch ohne Strom bzw. Mikrofon auskommen.

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Foto:kleineBILDKUNST

Durchgeführt werden freie Trauungen üblicherweise von Hochzeitsrednern oder freien Theologen. Erkundigt euch hierfür am besten im Internet oder auf Hochzeitsmessen. Wie bei allen anderen Hochzeitsdienstleistern auch fällt hierfür ein Honorar an, das je nach Arbeitsaufwand und übertragenen Aufgaben stark variieren kann. Da die Berufsbezeichnung „Trauredner“ nicht geschützt ist, können theoretisch auch Familienmitglieder, Trauzeugen oder enge Freunde die Trauung abhalten. Schließlich kennen sie das Brautpaar am besten und können kleine persönliche Anekdoten zum Besten geben. Dabei ist es wichtig, einen Trauredner auszuwählen, der sich in dieser Rolle wohlfühlt, möglichst sicher und frei vor vielen Menschen sprechen kann und vor allem auch beide Seiten, d.h. Braut und Bräutigam, gleichermaßen gut kennt und in die Rede mit einbeziehen kann. Auch die Art und Weise, wie ihr eure Liebe besiegeln wollte, bleibt ganz euch überlassen. Ob ganz traditionell mit Ringtausch und Eheversprechen oder ausgefallen mit keltischen Bräuchen – bei der freien Trauung ist alles erlaubt!

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