Arbeiten als Trauredner

Was macht den Job so attraktiv?

Eine Antwort auf diese Frage zu finden ist nicht gerade einfach. Denn der „Job“ als Trauredner/in ist so vieles: Persönlich. Inspirierend. Bewegend. Unabhängig und alternativ.

Man ist hautnah bei diesem besonderen Moment zweier Menschen dabei und gestaltet dieses Erlebnis aktiv mit. Man darf die Geschichte der beiden sich Liebenden wiedergeben und wird ein Teil dieser selbst.

Doch wo genau wird ein Freier Trauredner eingesetzt?

Die kirchenunabhängige freie Trauung bietet eine sinnvolle Alternative zu einer kirchlichen Trauung und eine emotionale Ergänzung zum Standesamt. Religiöse Elemente können eine Rolle spielen, müssen aber nicht. In der Regel ist die Freie Trauung der förmliche und zeremonielle Startpunkt einer anschließenden Hochzeitsfeier. Trauredner haben das Glück, zwei Menschen bei dieser bewegenden Zeremonie begleiten zu können, wie sie in im Beisein von Verwandten und Freunden JA zueinander sagen.

Ihr merkt selbst, Freie Trauungen durchführen zu können ist ein wunderschöner Beruf. Der Ein oder Andere meint diese Tätigkeit nebenbei als Hobby ausführen zu können. Dem ist aber nicht so.

Es muss in Kauf genommen werden, dass man an vielen Wochenenden arbeiten muss – logisch, denn Hochzeiten finden meist genau an diesen statt.

Aber auch unter der Woche ist man ständig unterwegs. Es wird sich mit den Brautpaaren getroffen. Absprachen werden gehalten. Man schreibt. Man redet. Es werden Ablaufpläne getackt und fängt wieder von vorne an.

„Entschädigt“ wird man am Ende mit zufriedenen, glücklichen und meist auch Freudentränen überfluteten Gesichtern – und das nicht nur bei dem Brautpaar. Wenn auch Opa Werner und der sonst so eiserne Onkel Wilfred eine Träne verdrücken, ist das eine der schönsten Anerkennungen. Mit den eigenen Worten, Emotionen bei anderen auszulösen ist wie eine Superkraft.

Und wie mit einer Superkraft, muss damit vorsichtig und respektvoll umgegangen werden.

 

Eigenschaften die ein/e Tauredner/Traurednerin mitbringen sollte

Solltet ihr auch in dem oben Genannten wiederfinden, dann nehmt euch kurz Zeit und denkt für euch selbst über die nächsten Aussagen nach. Könntet ihr dem gerecht werden?

Ihr als Mensch solltet als Trauredner/in auf keinen Fall Scheu vor anderen Menschen haben. Ihr dürft natürlich aufgeregt sein, denn euch gebührt eine große Aufgabe – aber Scheu oder gar Angst dürft in diesem Falle nicht mitbringen.

Ebenfalls sehr hoch gewichtet: Ihr könnt REDEN. Denn genau das werdet ihr tun müssen. Das bedeutet ihr habt eine gepflegte Ausdrucksweise und sprecht die Sprache, in der ihr eure Reden haltet fließend – am besten auf dem Niveau eines Muttersprachlers.

Weitere sehr wichtige Eigenschaften sind vor allem die Freude am Schreiben von schönen und vor allem lebendigen Texten und die Ausstrahlung von Empathie. Genau diese beiden Eigenschaften, werden euch aus den Unmengen an Traurednern, hervorstechen lassen.

Auch die Leidenschaft für das was ihr tut, kann euch einen erheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Gehört zu den Trauredner/innen die sich Zeit für ihre Paare nehmen und deren Geschichte erzählen und nicht zu denen, die vorgefertigte Standardschablonen benutzen.

Ergänzend dazu, ist es ebenfalls von Bedeutung ein Berater, Psychologe und die Sympathie selbst, in einer Person zu vereinen. Denn ihr werdet in den Vorgesprächen mit euren Brautpaaren, deren eigene, individuelle und ganz persönliche Liebesgeschichte analysieren. Aus diesen Geschichten, die oftmals mehrere Jahre vereinen und zig Emotionen in sich tragen, müsst ihr dann zusammen eine Rede kreieren, die das Beste kurz und knapp vereint und trotzdem den Gefühlen gerecht wird.

In diesem Falle sollten Trauredner und Traurednerinnen auch Ideenreichtum und Kreativität mitbringen. Auch ein Händchen für die passende Musik ist nicht unerheblich. Da gerade Musik oftmals Bedeutendes untermalen und hervorheben kann.

 

Der Beruf „Trauredner/in“ ist nicht geschützt – was tun?

Wenn auch all diese Eigenschaften von Bedeutung sind, ist der Beruf „Trauredner/in“ kein geschützter Beruf. Das bedeutet, dass sich jeder ganz einfach als Freie/r Redner/in bezeichnen kann. Jede/r X-beliebige, kann also eine solch wichtige und emotionsgeladene Aufgabe übernehmen und sie richtig vergeigen. Natürlich ist es schön, lustige Anekdoten aus dem Brautpaar-Alltag einzubauen, jedoch mehrere schlechte Witze auf Kosten des Brautvaters abzufeuern, lässt die Stimmung ganz schnell kippen.

Doch wie schon bereits erwähnt, steckt in dem Beruf eher eine Berufung und viel mehr als nur „große Reden schwingen“.

Wer sich all dem gegenüber wirklich gewachsen fühlt, sollte in Betracht ziehen eine Ausbildung zum Trauredner zu absolvieren.

Denn damit der Beruf nicht in Verruf kommt und professionell ausgeführt wird, hat sich die

Agentur Traumhochzeit mit der Traurednerschule in Berlin zusammengeschlossen. Damit bieten sie mehrmals im Jahr Weiterbildungen für Trauredner/innen an. Der nächste Termin findet dabei in Kürze, am 8.7. statt.

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Foto:Hochzeitslicht

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