Dein Weg zur Hochzeitsplanerin – Interview mit Stephanie Langer von der Agentur Traumhochzeit Leipzig

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Foto:Stephanie Ermlitz www.vividsymphony.com

Wie bist du Hochzeitsplanerin geworden?

“ Ich wollte schon zu Schulzeiten Hochzeitsplanerin werden, studierte BWL in Leipzig und machte Praktika in der Eventagentur von radio SAW in Magdeburg. Nach dem Diplom übernahmen sie mich als Eventmanagerin und ich organisierte die unterschiedlichsten Events vom Konzert bis zur Firmenveranstaltung, Roadshows und Promotionaktionen.

Für die eigene Hochzeit holten wir uns Unterstützung von Anikó Arzner, einer Hochzeitsplanerin der Agentur Traumhochzeit. Der Standort Leipzig war frei und so entschied ich mich nach der Geburt unserer Tochter zur Selbstständigkeit. Seit 2015 bin ich nun am Standort Leipzig sehr erfolgreich und mache jedes Jahr ca. 20 Brautpaare glücklich.“

 

Welchen Weg bist du vorher gegangen?

„Gleiche Antwort wie Frage 1:

Abitur – Studium – Berufserfahrung in Eventbranche – eigene Hochzeit und Geburten meiner beiden Kinder – Selbstständigkeit aus der 2. Elternzeit heraus.“

 

Dein Lebens-Motto?

„Immer nach vorn schauen und sich Ziele setzen. Positiv denken!“

 

Was macht für dich Selbstständigkeit aus?

„Sie gibt mir die Freiheit mich selbst zu entwickeln und meine Zukunft zu beeinflussen. Es ist eine große Verantwortung, da man die Konsequenzen seines eigenen Handelns zu spüren bekommt – ob positiv oder negativ.“

 

Warum die Agentur Traumhochzeit?

„Es ist die berufliche Familie, in der man Rückhalt bekommt, Antworten auf seine Fragen, Anregungen und Ideen. Auch Anstöße für die eigene Entwicklung. Natürlich ist es auch die Größe der Agentur mit all ihren Standorten, von der man als Einzelner profitiert. Es ist ein großes Netzwerk, über das wir alle zusammen verfügen. Und durch diesen Austausch untereinander sind wir stark. Jeder Standort hat Stärken, die er mit den anderen teilen kann.“

 

Welche Ängste hast du mit der Gründung verbunden und wie bist du diesen begegnet?

„Ich hatte Respekt vor der Selbstständigkeit, da sie nicht nur die Hochzeitsplanung umfasst, sondern eine komplette Unternehmung mit allen Themen wie Buchhaltung, Personalwesen, Marketing, Recht, Steuern etc. Für all diese Themen ist man nun selbst verantwortlich.“

 

Wenn du aus einem Angestelltenverhältnis kommst: Was würdest du jemandem empfehlen, der spürt, dass es Zeit für eine Veränderung ist: neue Anstellung suchen oder die Selbstständigkeit?

„Als Frau würde ich mittlerweile fast immer zur Selbstständigkeit raten, da die Arbeitswelt noch zu unflexibel ist und Frauen einen schlechteren Stand als Männer haben. In der Selbstständigkeit ist das Geschlecht egal, es geht nur um die Performance. Man kann selbst gestalten, wer man ist und wie voll der Kalender oder das Konto ist.“

 

Was unterscheidet die Hochzeitsbranche von anderen Branchen?

„Die Hochzeitsbranche ist voller Einzelunternehmer, Kleinunternehmer, Neulingen und Altbekannten. Die Branche ist noch recht jung, bunt und kreativ. Doch leider kämpfen die meisten allein. Ich bin sehr dankbar, Teil der Agentur Traumhochzeit zu sein.“

 

Und wieso eigentlich eine Gründung im Franchise?

„Es war ein großes Glück, dass es in der Hochzeitsplanung auch die Möglichkeit gibt, in einem Franchiseunternehmen zu starten. Man startet mit einer umfassenden Einarbeitung und hat jederzeit den Austausch mit allen anderen Franchisepartnern. Bedeutet, dass es zu jeder Frage eine Antwort gibt und man auf ein großes Netzwerk zurückgreifen kann. Man muss also nicht bei Null starten. Ich hatte im Monat meiner Gründung bereits drei Anfragen von Brautpaaren und konnte sofort mit der Hochzeitsplanung beginnen. Noch während der Einarbeitung.“

 

Was war deine größte Herausforderung?

„Die Vereinbarkeit von Job und Familie ist und bleibt die größte Herausforderung. Zeitmanagement ist die schwierigste Aufgabe. Gerade als Frau möchte man stets allen alles recht machen und bleibt oft selbst dabei auf der Strecke.“

 

Was war dein schönster und schlimmster Moment?

„Die schönsten Momente sind die Trauungen der Brautpaare, bei denen ich immer dabei bin. Es ist das Happyend unserer Planung. Das Glück der Paare am Tag der Hochzeit zu erleben, ist für mich das größte Lob.
Die schlimmsten Momente hatte ich in meiner ersten Saison, als noch nicht alles rund lief am Tag der Hochzeit. In einer Location war nicht ausreichend Personal und da musste ich allein Tische und Stühle von A nach B tragen und hatte so viel zu tun, dass ich kaum Zeit für das Brautpaar hatte. Seit der ersten Saison bin ich nie wieder allein auf Hochzeit gegangen. Der Zeremonienmeister-Job ist sehr umfangreich. Da sind oftmals Assistenten von Nöten.

 

Welchen Tipp würdest du jemandem mitgeben, der gerade mit einem Gründungsgedanken spielt?

“ Unternehmer kommt von Unternehmen. Man sollte also raus gehen und aktiv sein. Ich fuhr anfangs zu jeder Location und stellte mich dort vor. Die Dienstleister lernte ich bei einem Kaffee kennen. Ich ging natürlich auch auf Hochzeitsmessen und machte mich bekannt. Am wichtigsten sind glückliche Kunden. Sie erzählen von dir und bringen dir „neue Paare“.“

 

Liebe Stephanie, vielen Dank für dieses Interview. Wenn ihr mehr von Stephie sehen wollt, schaut doch mal auf ihrer Seite vorbei.

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Foto:Vivid Symphony Photography

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